22. Adventfenster

Veröffentlichungsdatum22.12.2025Lesedauer1 MinuteKategorienGemeinde Info

Griffdornmesser aus der Spätbronzezeit

Dass die Gegend um Enzesfeld-Lindabrunn auch in der Spätbronzezeit (1.300-800 v. Chr.) von Jägern und Sammlern aufgesucht wurde, ist durch Funde aus dem Höllgraben belegt. Keramikbruchstücke von verschiedenen Gefäßen, sowie Aschen und Holzkohlenstücke einer großen Feuerstelle, lassen auf einen längeren Aufenthalt schließen. Eine Siedlung konnte bei uns aber noch nicht nachgewiesen werden.

Frühbronzezeitliche Funde gibt es bei uns nur sehr wenige. Der neueste Fund, ein verziertes Griffdornmesser aus Bronze, dessen Spitze leider abgebrochen ist, ist ein weiterer Beweis für den Aufenthalt bronzezeitlicher Menschen auf der „Pankratzeben“.

Griffdornmesser, wie dieses aus Lindabrunn, wurden in der Zeit von 1.000-750 v. Chr. verwendet. Sie zählen in der späten Urnenfelderkultur, einer Phase der Spätbronzezeit, zu den typischen Grabbeigaben, wobei Messer mit Verzierungen fast ausschließlich in Gräbern zu finden sind. Das Messerfragment hat eine Länge von 122 mm und ein Gewicht von knapp 32 Gramm.

Autor: Johann Neitz