Hecken können mehr als nur Grün

Wie Hecken unsere Landschaft und Gärten schützen, bereichern und gegen den Klimawandel rüsten.

Eine Hecke ist ein genialer Sichtschutz, und kann auch die Landwirtschaft unterstützen. Am besten besteht sie aus verschiedenen fruchttragenden Bäumen und heimischen Wildsträuchern. So sind sie eine wichtige Nahrungsquelle – auch für uns Menschen.

Hecken: Lebensraum und Nahrungsquelle

Für zahlreiche Nützlinge und Bestäuber sind die Früchte, Blüten und Blätter der Laubsträucher in den Hecken wichtige Nahrungsquellen. Es wurde nachgewiesen, dass die Früchte des Schwarzen Holunders besonders wichtig für 62 Vogelarten sind, über 150 Insektenarten brauchen den Weißdorn. Palmkätzchen und die Blüten des Dirndlstrauchs sind die ersten Nahrungsquellen für Bienen nach dem Winter. Wenn man Wildobstbäume wie Kriecherln setzt, haben wir Menschen ebenso einen zusätzlichen Nutzen von der Hecke.

Hecken bereichern Landwirtschaft und Garten. Sie bieten Wildtieren wie Igel und Haselmaus Verstecke, Fledermäuse gewinnen ein Jagdgebiet, Vögel wie Amsel und Mönchsgrasmücke bauen ihre Nester im dichten Strauchwerk. Am Fuß der Hecke leben viele Insekten, darunter Glühwürmchen, die lästige Schnecken im Garten jagen. Nicht zu unterschätzen sind die „Heckensäume“, bestehend aus blühenden Kräutern und Gräsern. Sie bieten Schutz und Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber.

Schutz und Schönheit vereint

Ideal ist eine Hecke, wenn die einzelnen Bäume und Sträucher zu unterschiedlichen Zeiten blühen, Früchte tragen und sich ihr Laub schön verfärbt. Da sie Struktur in Garten und auch Landschaft bringt, ist sie für das Auge sehr ansprechend. „Natur im Garten“ gibt mit www.willheckehaben.at wertvolle Tipps für die Zusammensetzung der Hecke. Heimische Laubsträucher sind am besten geeignet für Hecken, denn unsere Tierwelt ist an sie angepasst. Forsythien, Kirschlorbeer oder Thujen bieten zwar Windschutz und Versteckmöglichkeiten, aber kein für unsere Tiere nutzbares Futterangebot.

Hecken sind Klimaschützer

klimafit-LogoAn windigen Tagen merkt man es besonders: Hecken bieten Schutz. Sie verbessern das Kleinklima und sichern die Bodenfruchtbarkeit, weil sie Winderosion und damit Trockenheit vermindern. In ihrem Windschatten ist die Luftfeuchtigkeit höher. Mehr Vielfalt steigert die Balance im Räuber-Beute-Verhältnis und verhindert das starke Aufkommen von schädlichen Insekten im Garten aber auch in der Landwirtschaft.

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