Hl. Margareta von Antiochia

Veröffentlichungsdatum20.07.2025Lesedauer2 MinutenKategorienJährliche Info
Hl. Margareta von Antiochia

„Hl. Margarete mit einer Gruppe heiliger Jungfrauen“, Bartholomäus Zeitblom (um 1489–1497) im Ulmer Münster

Margareta von Antiochia, war eine Geweihte Jungfrau und Märtyrerin an der Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert. Sie ist Schutzpatronin der Pfarrkirche Enzesfeld und ihr Gedenktag ist am 20. Juli.

Legende

Die Überlieferung sieht sie als Schäferin und den Stadtpräfekten (mit Namen Olybrius) als denjenigen, der sie begehrte und den sie zurückwies. Margareta wurde im Gefängnis mit eisernen Kämmen und Fackeln gefoltert. Ihre Wunden heilten immer wieder, so kam es auch hier zu außerordentlich vielen Bekehrungen. Schließlich wurde Margareta durch Enthaupten hingerichtet.

Diese Überlieferung weist Weiterungen auf, die für die heutige Verehrung Margaretas bedeutsam sind: Im Gefängnis erschien ihr ein riesiger Drache (oft der verwandelte Stadtpräfekt), um sie zu verschlingen. Das Kreuzzeichen, das sie schlug, rettete sie jedoch. Auf dem Weg zur Hinrichtung betete sie für ihre Verfolger, diejenigen, die sich in Zukunft an sie wenden würden, vor allem aber für Schwangere und Gebärende. Deshalb gilt sie auch als eine der vierzehn Nothelfer.

Eine andere Quelle beschreibt es so, dass sie von einem Drachen verschlungen worden war. Daraufhin schlägt sie das Kreuzzeichen und lässt somit das Ungeheuer zerspringen. Weil sie derart dem Leib des Drachen unversehrt entkommen war, galt sie als Patronin der Schwangeren.

Verehrung

Jeanne d’Arc gibt Margareta als eine der Stimmen an, von denen sie geleitet wurde. Sie zählt, zusammen mit den Hl. Barbara und Hl. Katharina, zu den 14 Nothelfern, unter Hinzunahme der Hl. Dorothea bilden sie die Gruppe der Virgines capitales, der bedeutenden Jungfrauen.

Patronate

Die Hl. Margareta ist die Schutzpatronin der Bauern, bei Schwangerschaft und Geburt, der Jungfrauen, Ammen und der Gebärenden. Sie wird gegen Unfruchtbarkeit, bei Wunden und Gesichtskrankheiten und zum Schutz „gegen Unholde aus der Tiefe des Wassers“ angerufen.

Darstellungen

Margareta wird häufig mit einem Drachen dargestellt. Ein weiteres Attribut ist ein kleines Kreuz. Für die Märtyrerinnen und Nothelferinnen Margareta, Barbara und Katharina gibt es den folgenden Merkspruch:

Margareta mit dem Wurm,
Barbara mit dem Turm,
Katharina mit dem Radl,
das sind die drei heiligen Madl.

DatenquelleWikipedia