Löwenzahn vs. Kirschlorbeer – Beikraut oder Unkraut?

Veröffentlichungsdatum17.05.2026Lesedauer1 MinuteKategorienGemeinde Info
Löwenzahn

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In und rund um unsere Gärten wachsen zahlreiche Wildpflanzen. Manche Beikräuter - wie Löwenzahn, Gundelrebe oder Gänseblümchen - haben einen schlechten Ruf als Unkraut. Dabei sind viele davon für uns essbar. Besonders im Frühling sind sie außerdem wichtig für Tiere. Wildbienen wie Hummeln, aber auch Schmetterlinge und Schwebfliegen brauchen die Blüten heimischer Wildpflanzen nach dem Winter als Nahrungsquelle. Wirklich problematisch sind hingegen nicht-heimische Pflanzen wie der Japanische Staudenknöterich oder das Drüsige Springkraut. Diese sogenannten invasiven Neophyten breiten sich rasch aus und bilden dichte Bestände. Wo sie wachsen, überwuchern sie alles und verdrängen heimische Pflanzen – und damit auch alle Tiere, die auf sie angewiesen sind. Wo immer sie auftreten, ist die möglichst vollständige Entfernung und richtige Entsorgung deshalb wichtig und notwendig. Je früher im Jahr, desto besser! Knöterich-Sprösslinge können bis 20 cm Länge, wie Rhabarber oder Spargel zubereitet, auch gegessen werden. „Neophyt des Jahres“ ist heuer eine beliebte Heckenpflanze: der giftige Kirschlorbeer. In der Schweiz ist der Verkauf bereits verboten, in Deutschland wird darüber diskutiert. Wer gehört also eher in unsere Gärten: Löwenzahn oder Kirschlorbeer? Beikraut oder Unkraut – das ist hier die Frage.

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