Warnung vor Telefonbetrug: „Polizeitrick“ und „Medizintrick“

Veröffentlichungsdatum10.03.2026Lesedauer2 MinutenKategorienGemeinde Info
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Derzeit kommt es wieder vermehrt zu Betrugsversuchen per Telefon. Kriminelle nutzen dabei gezielt Angst und Schock aus, um Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Besonders häufig treten derzeit zwei Maschen auf: der sogenannte Polizeitrick und der Medizintrick.

Die Polizei warnt eindringlich davor, auf solche Anrufe einzugehen, und ruft dazu auf, besonders aufmerksam zu sein.

Beim Polizeitrick geben sich Betrüger am Telefon als Polizisten aus. Oft erscheint dabei sogar eine gefälschte Telefonnummer der Polizei (z. B. 059133) auf dem Display, um Vertrauen zu erwecken. Die Täter sprechen häufig hochdeutsch und behaupten, dass ein naher Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Anschließend erklären sie, dass eine hohe Haftstrafe drohe, die jedoch durch die sofortige Zahlung einer großen Geldsumme verhindert werden könne. Ziel dieser Methode ist es, die Opfer unter Zeitdruck zu setzen und sie zu einer schnellen Geldübergabe zu bewegen.

Eine weitere aktuell verbreitete Betrugsmasche ist der Medizintrick. Dabei geben sich die Täter als Ärzte oder Mitarbeiter eines Krankenhauses aus. Den Angerufenen wird mitgeteilt, dass sich ein naher Familienangehöriger in einem Krankenhaus befindet und eine schwere oder sogar tödliche Krankheit diagnostiziert worden sei. Um das Leben des Angehörigen zu retten, sei angeblich ein sehr teures Medikament notwendig, das sofort bezahlt werden müsse. Das Geld solle anschließend an einen Kurier der Klinik übergeben werden. Auch hier setzen die Täter bewusst auf Schock und Zeitdruck, um ihre Opfer zu verunsichern.

So können Sie sich schützen

Die Polizei empfiehlt folgende Verhaltensregeln:

Lassen Sie sich nicht von einer angezeigten Telefonnummer der Polizei verunsichern, diese kann gefälscht sein.

Die Polizei würde niemals anbieten, sich von einer Haftstrafe freizukaufen.

Krankenhäuser schicken keine Kuriere, um Bargeld für Medikamente abzuholen.

Lassen Sie sich nicht auf Diskussionen ein und machen Sie klar, dass Sie auf keine Forderungen eingehen.

Beenden Sie das Gespräch sofort.

Wählen Sie anschließend den Polizeinotruf 133 und melden Sie den Vorfall.

Wichtig: Misstrauen kann schützen

Grundsätzlich gilt: Seien Sie vorsichtig bei Anrufen von unbekannten Personen, insbesondere wenn Geldforderungen gestellt werden. Kriminelle nutzen gezielt emotionale Ausnahmesituationen, um Druck aufzubauen.

Wenn Sie unsicher sind, kontaktieren Sie direkt Ihre Angehörigen oder die Polizei, bevor Sie handeln.


Weitere Informationen erhalten Sie bei der Kriminalprävention Niederösterreich oder dem Landeskriminalamt Niederösterreich.

Telefon: 059/133 30 3333

E-Mail: lpk-n-lka-praevention@polizei.gv.at