Im Beet und im Balkonkisterl tut sich im zeitigen Frühling noch wenig. Frisches, gesundes Grün lässt sich in dieser Zeit über Wildkräuter in die Küche holen. Junge Blätter von Bärlauch, Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere oder Brennnessel stecken voller Kraft. Auch Gundelrebe, Knoblauchsrauke oder Scharbockskraut (vor der Blüte) sind fein im Salat. Beim Sammeln außerhalb des Gartens gilt: nur in kleinen Mengen und fern von Straßen, gedüngten Äckern oder Hundespazierwegen. Klassische Schmankerl sind z.B. Bärlauch- oder Brennnesselspinat, -knödel oder -suppe. Giersch schmeckt ebenso gut als Ergänzung im Spinat, im Gemüsestrudel oder auch auf der Pizza. Die Knospen von Gänseblümchen lassen sich wie Kapern einlegen, Gundelrebe zu würziger Kräuterbutter oder Kräutertopfen verarbeiten. Das Sammeln kann gleich mit dem Jäten verbunden werden: Wer Beikräuter im Beet früh entfernt, spart sich später mühsame Arbeit. Außerhalb der Beete dürfen sie stehen bleiben – denn Wildkräuter sind wichtige Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge. Geschmacklich interessant, von nussig bis süßlich, sind auch junge Blätter heimischer Bäume wie Buche, Linde, Birke oder Ahorn.
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